Eine Wettbewerbsanalyse in ChatGPT zeigt, welche Unternehmen bei relevanten Fragen genannt, als Quelle verwendet oder als Anbieter empfohlen werden. Sie betrachtet jedoch nicht nur die Häufigkeit einzelner Markennennungen.
Entscheidend ist, bei welchen Prompts ein Wettbewerber erscheint, wie ChatGPT ihn positioniert, welche Quellen seine Sichtbarkeit unterstützen und weshalb er bei konkreten Auswahlfragen berücksichtigt wird.
Aus unserem eigenen GEO-Monitoring wissen wir, dass die sichtbarsten Wettbewerber in ChatGPT nicht zwangsläufig dieselben Unternehmen sind, die intern als Hauptkonkurrenten gelten oder bei Google auf den vorderen Positionen stehen. In generierten Antworten können spezialisierte Agenturen, Softwareanbieter, Fachportale und bekannte Generalisten gemeinsam auftauchen.
Eine belastbare Wettbewerbsanalyse muss die Konkurrenz deshalb aus den tatsächlichen Antworten ermitteln und darf sich nicht ausschließlich auf eine vorher festgelegte Wettbewerberliste beschränken.
Was bedeutet eine Wettbewerbsanalyse in ChatGPT?
Bei einer klassischen SEO-Wettbewerbsanalyse werden unter anderem Rankings, Keywords, Inhalte, Links und organischer Traffic verglichen.
Eine ChatGPT-Wettbewerbsanalyse untersucht dagegen generierte Antworten:
- Welche Unternehmen nennt ChatGPT?
- Bei welchen Fragen erscheinen sie?
- Wie häufig werden sie erwähnt?
- In welcher Reihenfolge stehen sie in Anbieterlisten?
- Welche Leistungen werden ihnen zugeordnet?
- Werden sie lediglich genannt oder ausdrücklich empfohlen?
- Welche Websites und konkreten URLs dienen als Quellen?
- Wie verändert sich die Sichtbarkeit über mehrere Messzeitpunkte?
ChatGPT kann bei geeigneten Anfragen das Web durchsuchen und Antworten mit sichtbaren Quellenangaben und Links ergänzen. Dadurch lassen sich nicht nur Markennennungen, sondern auch die hinter den Antworten stehenden Quellen untersuchen.
Eine vollständige Analyse verbindet deshalb drei Datentypen:
- die verwendeten Prompts,
- die erzeugten Antworten,
- die darin enthaltenen Marken und Quellen.
Warum bekannte Wettbewerber allein nicht ausreichen
Unternehmen können ihre direkten Konkurrenten meist klar benennen. Diese Liste beruht häufig auf Erfahrungen aus Vertrieb, Google-Suche, Ausschreibungen oder Kundengesprächen.
In ChatGPT können jedoch weitere Marktteilnehmer auftauchen.
Dazu gehören:
- große Agenturen mit breitem Leistungsspektrum,
- spezialisierte Nischenanbieter,
- Softwareunternehmen,
- Beratungen,
- Plattformen,
- Fachportale,
- internationale Unternehmen,
- Anbieter aus angrenzenden Kategorien.
Für eine spezialisierte GEO-Agentur können beispielsweise klassische SEO-Agenturen, GEO-Softwareanbieter und Unternehmensberatungen in derselben Antwort erscheinen.
Aus Nutzersicht lösen diese Unternehmen möglicherweise dasselbe Problem, obwohl ihr Leistungsmodell unterschiedlich ist.
Was unser Monitoring dazu zeigt
Beim Betrieb unseres eigenen AI Visibility Tools sehen wir regelmäßig zwei Auffälligkeiten:
Erstens erscheinen Unternehmen, die der Auftraggeber bisher nicht als Wettbewerber betrachtet hat. Zweitens fehlen bekannte Marktteilnehmer teilweise vollständig bei relevanten Prompts.
Das Tool erfasst deshalb nicht nur vorab eingetragene Marken. Es speichert auch weitere Unternehmen, die innerhalb der vollständigen Antworten genannt werden, und ermöglicht die Auswertung ihrer Quellen und Positionen.
Eine sinnvolle Wettbewerberliste entsteht somit in zwei Richtungen:
- von innen nach außen: bekannte Wettbewerber werden gezielt beobachtet,
- von außen nach innen: neue Wettbewerber werden aus den ChatGPT-Antworten übernommen.
Welche Arten von Wettbewerbern gibt es?
Für eine GEO-Wettbewerbsanalyse sollten vier Gruppen unterschieden werden.
Direkte Wettbewerber
Direkte Wettbewerber bieten vergleichbare Leistungen oder Produkte für ähnliche Zielgruppen an.
Für eine GEO-Agentur können das andere spezialisierte Agenturen für KI-Sichtbarkeit sein.
Für einen Hersteller technischer Kunststoffteile sind es Unternehmen mit ähnlichen Werkstoffen, Fertigungsverfahren und Zielbranchen.
Indirekte Wettbewerber
Indirekte Wettbewerber lösen ein ähnliches Kundenproblem mit einem anderen Angebot.
Beispiele für eine GEO-Agentur:
- SEO-Agenturen mit ergänzender GEO-Leistung,
- AI-Visibility-Software,
- Unternehmensberatungen,
- interne Marketinglösungen,
- spezialisierte Contentagenturen.
Der Nutzer kann diese Angebote innerhalb derselben Entscheidungssituation vergleichen.
Antwortwettbewerber
Antwortwettbewerber sind Unternehmen, die bei relevanten Prompts tatsächlich von ChatGPT genannt werden.
Sie müssen nicht dem vorher bekannten Wettbewerbsumfeld entsprechen.
Diese Gruppe ist für die Analyse besonders wichtig, weil sie nicht auf internen Annahmen, sondern auf beobachteten Antworten basiert.
Quellenwettbewerber
Quellenwettbewerber bieten möglicherweise keine vergleichbare Leistung an. Ihre Inhalte werden aber von ChatGPT als Informationsquelle verwendet.
Dazu gehören:
- Fachmedien,
- Verbände,
- Softwareverzeichnisse,
- Studien,
- Vergleichsportale,
- Kundenwebsites,
- Fachblogs,
- Community-Plattformen.
Eine solche Website konkurriert mit der eigenen Domain um Quellenpräsenz. Gleichzeitig beeinflusst sie möglicherweise, welche Unternehmen ChatGPT als relevante Anbieter wahrnimmt.
Unser Vier-Ebenen-Modell der GEO-Wettbewerbsanalyse
In unserer Arbeit trennen wir vier Ebenen des Wettbewerbs. Diese Systematik verhindert, dass eine reine Erwähnungsquote mit tatsächlicher Entscheidungssichtbarkeit verwechselt wird.
1. Nennungswettbewerb
Auf der ersten Ebene wird gemessen, welche Marken bei denselben Prompts erscheinen.
Zu erfassen sind:
- Zahl der Prompts mit eigener Markennennung,
- Zahl der Prompts mit Wettbewerbernennung,
- Häufigkeit der einzelnen Anbieter,
- Reihenfolge innerhalb von Listen,
- Konsistenz über mehrere Durchläufe,
- Unterschiede zwischen Prompt-Gruppen.
Die zentrale Frage lautet:
Wer wird bei relevanten Fragen häufiger genannt?
Ein Wettbewerber kann bei zehn allgemeinen Informationsfragen auftauchen, bei konkreten Anbieterfragen aber fehlen. Deshalb sollte die Nennungshäufigkeit immer nach Such- beziehungsweise Prompt-Intentionen aufgeteilt werden.
2. Positionierungswettbewerb
Die zweite Ebene untersucht, wie ChatGPT die Unternehmen beschreibt.
Zu prüfen sind:
- Welche Leistungen werden genannt?
- Welche Zielgruppen werden zugeordnet?
- Welche Branchen erscheinen?
- Wird der Anbieter als Spezialist oder Generalist dargestellt?
- Welche Stärken werden hervorgehoben?
- Welche Einschränkungen nennt ChatGPT?
- Sind die Aussagen aktuell und korrekt?
Die zentrale Frage lautet:
Warum wird der Wettbewerber als passend zur Anfrage dargestellt?
Ein Konkurrent kann häufiger genannt werden, weil seine Positionierung klarer formuliert ist. Ein anderer wird möglicherweise mit einem Thema verbunden, das er auf seiner eigenen Website nur am Rand behandelt, aber über externe Quellen stark besetzt.
3. Quellenwettbewerb
Die dritte Ebene analysiert die Websites und Seiten, die ChatGPT für seine Antwort verwendet.
Zu erfassen sind:
- zitierte Domains,
- konkrete URLs,
- Häufigkeit der Quellen,
- Seitentyp,
- eigene oder externe Quelle,
- Zusammenhang zwischen Quelle und Markennennung.
Die zentrale Frage lautet:
Welche Quellen machen den Wettbewerber sichtbar und glaubwürdig?
Das AI Visibility Tool von Gerlach Media speichert für ChatGPT vollständige Antworten, Wettbewerbernennungen und verwendete Quellen. Dadurch lässt sich nicht nur erkennen, wer sichtbar ist, sondern auch, welche Inhalte diese Sichtbarkeit unterstützen.
4. Entscheidungswettbewerb
Die vierte Ebene konzentriert sich ausschließlich auf kaufnahe Fragen.
Beispiele:
- Welche GEO-Agentur eignet sich für ein mittelständisches Industrieunternehmen?
- Welcher Anbieter verbindet GEO-Analyse und laufendes Monitoring?
- Welche Hersteller fertigen Bauteile nach Zeichnung für den Maschinenbau?
Zu prüfen sind:
- Welche Anbieter gelangen in die Vorauswahl?
- Wer wird ausdrücklich empfohlen?
- Welche Auswahlkriterien verwendet ChatGPT?
- Welche Unternehmen erscheinen nur ergänzend?
- Welche relevanten Anbieter fehlen vollständig?
Die zentrale Frage lautet:
Welche Unternehmen werden bei einer konkreten Entscheidung berücksichtigt?
Diese Ebene besitzt in vielen B2B-Märkten den höchsten wirtschaftlichen Wert.
Welche Prompts eignen sich für die Wettbewerbsanalyse?
Die Qualität der Wettbewerbsanalyse hängt unmittelbar vom Prompt-Set ab.
Der Artikel über Prompts für GEO-Monitoring erklärt ausführlich, wie relevante Fragen entwickelt und priorisiert werden.
Für den Wettbewerbsvergleich sollten mehrere Prompt-Arten enthalten sein.
Kategorie-Prompts
Sie fragen allgemein nach möglichen Anbietern.
Beispiele:
- Welche GEO-Agenturen gibt es in Deutschland?
- Welche Anbieter messen Sichtbarkeit in ChatGPT?
- Welche Unternehmen bieten ein GEO-Monitoring an?
Diese Prompts helfen, das breitere Wettbewerbsfeld zu erkennen.
Spezialisierungs-Prompts
Sie enthalten zusätzliche Zielgruppen- oder Leistungsanforderungen.
Beispiele:
- Welche GEO-Agenturen arbeiten für B2B-Unternehmen?
- Welche Anbieter sind auf Industrieunternehmen spezialisiert?
- Welche Agenturen nutzen ein eigenes Monitoring-System?
Vergleichsprompts
Sie prüfen Unterschiede zwischen Angeboten.
Beispiele:
- Welche Unterschiede bestehen zwischen GEO-Agenturen?
- Welche Anbieter verbinden SEO und GEO?
- Welche GEO-Tools eignen sich für den Mittelstand?
Entscheidungsprompts
Sie bilden eine konkrete Kaufsituation ab.
Beispiele:
- Welche GEO-Agentur eignet sich für einen Maschinenbauer?
- Welcher Anbieter bietet Analyse, Strategie und laufende Betreuung?
- Welche Lösung eignet sich für ein Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten?
Direkte Markenvergleiche
Beispiele:
- Was unterscheidet Unternehmen A von Unternehmen B?
- Welcher Anbieter eignet sich eher für ein Industrieunternehmen?
- Welche Stärken besitzen die beiden Agenturen?
Direkte Vergleiche sind eine sinnvolle Ergänzung. Sie dürfen neutrale Prompts jedoch nicht ersetzen, weil die Wettbewerber bereits in der Frage vorgegeben werden.
Wie wird ein Wettbewerber-Set aufgebaut?
Ein belastbares Wettbewerber-Set entsteht in fünf Schritten.
1. Bekannte Wettbewerber erfassen
Zunächst werden direkte und indirekte Konkurrenten aus dem bisherigen Marktumfeld aufgenommen.
Mögliche Quellen:
- Vertrieb,
- Google-Rankings,
- Ausschreibungen,
- Kundenfeedback,
- bestehende Wettbewerbsanalysen,
- Branchenverzeichnisse.
2. Neutrale Prompts ausführen
Anschließend werden Kategorie-, Vergleichs- und Entscheidungsprompts ohne Markennennung ausgeführt.
Dadurch wird sichtbar, welche Unternehmen ChatGPT eigenständig auswählt.
3. Neue Antwortwettbewerber ergänzen
Wiederkehrend genannte Anbieter werden in das Beobachtungsset aufgenommen.
Nicht jede einmalige Erwähnung muss dauerhaft überwacht werden. Relevant sind vor allem Unternehmen, die:
- bei mehreren Prompts erscheinen,
- bei kaufnahen Fragen genannt werden,
- fachlich eng zum eigenen Angebot passen,
- über mehrere Messpunkte sichtbar bleiben.
4. Quellenwettbewerber identifizieren
Regelmäßig verwendete Domains und URLs werden separat erfasst.
Dabei ist zu unterscheiden zwischen:
- Anbieterwebsites,
- Fachportalen,
- redaktionellen Medien,
- Verbänden,
- Vergleichsseiten,
- Kunden- und Partnerseiten.
5. Wettbewerber priorisieren
Eine einfache Einteilung kann lauten:
- A-Wettbewerber: direkte Anbieter mit hoher Entscheidungssichtbarkeit,
- B-Wettbewerber: indirekte Anbieter oder häufige Nennungen bei Informationsfragen,
- C-Wettbewerber: Quellenportale und gelegentlich genannte Marktteilnehmer.
Welche Kennzahlen sind sinnvoll?
Wettbewerber-Erwähnungsquote
Die Erwähnungsquote zeigt, bei welchem Anteil der Prompts ein bestimmter Wettbewerber genannt wird.
Prompts mit Wettbewerbernennung ÷ alle geprüften Prompts × 100
Die Kennzahl sollte nach Prompt-Gruppen aufgeteilt werden.
AI Share of Voice
Der AI Share of Voice zeigt den Anteil der eigenen Markennennungen an allen Nennungen der beobachteten Unternehmen.
Eigene Nennungen ÷ alle erfassten Anbieternennungen × 100
GEO-Tools nutzen Share of Voice als zentrale Vergleichskennzahl für Marken innerhalb generativer Antworten.
Ein hoher Share of Voice ist jedoch nicht automatisch positiv. Er kann aus häufigen Nennungen bei allgemeinen Fragen entstehen, während ein Wettbewerber bei kaufnahen Prompts dominiert.
Empfehlungsquote
Die Empfehlungsquote berücksichtigt nur Prompts mit konkreter Anbieter- oder Auswahlintention.
Kaufnahe Prompts mit Empfehlung ÷ alle kaufnahen Prompts × 100
Eine bloße Nennung in einer langen Liste sollte nicht automatisch als Empfehlung zählen.
Quellenquote
Die Quellenquote zeigt, bei wie vielen webgestützten Antworten die Domain eines Unternehmens erscheint.
Konsistenzquote
Diese Kennzahl misst, wie häufig ein Anbieter über mehrere Durchläufe desselben Prompts genannt wird.
Ein Unternehmen, das in drei von drei Durchläufen erscheint, besitzt eine stabilere Sichtbarkeit als eine einmalige Nennung.
Durchschnittliche Nennungsposition
Bei Listen kann die durchschnittliche Reihenfolge erfasst werden.
Die Kennzahl ist kein festes Ranking. Sie kann über mehrere Messzeitpunkte jedoch Hinweise auf die Prominenz eines Anbieters liefern.
Thematische Abdeckung
Sie zeigt, bei welchen Leistungen, Problemen, Zielgruppen und Branchen ein Wettbewerber erscheint.
Positionierungsgenauigkeit
Bewertet wird, wie korrekt ChatGPT Leistungen und Spezialisierungen beschreibt.
Mögliche Kategorien:
- korrekt,
- teilweise korrekt,
- zu allgemein,
- veraltet,
- falsch.
Quellenvielfalt
Diese Kennzahl betrachtet, wie viele unterschiedliche Domains die Sichtbarkeit eines Wettbewerbers unterstützen.
Eine Marke, die ausschließlich über ihre eigene Website sichtbar ist, besitzt ein anderes Informationsumfeld als ein Anbieter, der zusätzlich von Kunden, Medien und Verbänden genannt wird.
Warum kaufnahe Prompts stärker gewichtet werden sollten
Nicht jeder Prompt besitzt denselben wirtschaftlichen Wert.
Ein Unternehmen kann bei allgemeinen Fragen wie „Was ist GEO?“ häufig genannt werden. Für neue Anfragen kann die Sichtbarkeit bei „Welche GEO-Agentur eignet sich für Industrieunternehmen?“ bedeutender sein.
Wir empfehlen deshalb einen wirtschaftlich gewichteten Share of Voice.
Eine mögliche Gewichtung ist:
| Prompt-Gruppe | Gewicht |
|---|---|
| allgemeine Information | 1 |
| Problem und Lösung | 2 |
| Vergleich | 3 |
| Anbietersuche | 4 |
| konkrete Entscheidung | 5 |
Die Werte sind keine allgemeingültige Norm. Sie dienen als pragmatisches Modell, um kaufnahe Sichtbarkeit stärker zu berücksichtigen.
Dadurch kann sichtbar werden, dass ein Unternehmen zwar insgesamt seltener genannt wird, aber bei den wichtigsten Entscheidungsprompts besser abschneidet.
Welche Quellen machen Wettbewerber sichtbar?
Eine Quellenanalyse sollte nicht bei einer Domainliste enden.
Zu jeder regelmäßig verwendeten Quelle sollte geprüft werden:
- Welche Aussage wird belegt?
- Welche Marke wird genannt?
- Welche Leistung wird zugeordnet?
- Wie aktuell ist die Seite?
- Handelt es sich um eine eigene oder unabhängige Quelle?
- Warum passt die Seite zum Prompt?
Eigene Unternehmensseiten
Zu den häufig relevanten Seitentypen gehören:
- Startseiten,
- Leistungsseiten,
- Produktseiten,
- Fachartikel,
- Vergleichsseiten,
- Studien,
- Referenzen.
Externe redaktionelle Quellen
Dazu gehören:
- Fachmedien,
- Branchenportale,
- Interviews,
- Nachrichtenartikel,
- Gastbeiträge.
Kunden und Partner
Referenzberichte und Partnerseiten können konkrete Leistungen, Branchenkenntnis und Projekterfahrung bestätigen.
Verbände und Verzeichnisse
Mitgliederprofile, Zertifizierungen und Anbieterlisten schaffen strukturierte externe Unternehmensinformationen.
Community- und Bewertungsquellen
Foren, Bewertungsplattformen und Nutzerberichte können insbesondere bei Software-, Produkt- und Erfahrungsfragen eine Rolle spielen.
Nicht jede häufig zitierte Quelle ist automatisch nachahmenswert. Entscheidend sind fachliche Relevanz, Qualität und realistische Erreichbarkeit.
Wie analysiert man die Positionierung eines Wettbewerbers?
Eine Positionierungsanalyse vergleicht nicht nur Texte auf den Websites. Sie betrachtet die Darstellung innerhalb der ChatGPT-Antworten.
Eine Vergleichstabelle kann folgendermaßen aussehen:
| Bereich | Eigene Marke | Wettbewerber |
|---|---|---|
| Anbieterart | GEO-Agentur | SEO- und GEO-Agentur |
| Zielgruppe | B2B und Industrie | allgemeiner Mittelstand |
| Kernleistungen | Analyse, Strategie, Monitoring | Beratung und Content |
| Branchenbezug | Industrieunternehmen | branchenübergreifend |
| eigenes System | vorhanden | nicht erkennbar |
| externe Bestätigung | Fachbuch, Quellen, Kunden | Medien, Verzeichnisse |
| Nennung bei Anbieterprompts | gering, mittel oder hoch | gering, mittel oder hoch |
| Quellenpräsenz | verwendete Domains | verwendete Domains |
| sachliche Darstellung | korrekt oder fehlerhaft | korrekt oder fehlerhaft |
Besonders wichtig ist die Frage:
Welche klaren Verbindungen stellt ChatGPT zwischen dem Unternehmen, seiner Leistung und seiner Zielgruppe her?
Wie erkennt man Contentlücken?
Eine Contentlücke besteht, wenn Wettbewerber bei relevanten Themen erscheinen, die auf der eigenen Website nicht oder nur oberflächlich behandelt werden.
Mögliche Lücken:
- fehlende Leistungsseite,
- fehlender Grundlagenartikel,
- kein Vergleichsinhalt,
- unklare Kosteninformationen,
- fehlender Branchenbezug,
- keine Auswahlkriterien,
- fehlende Originaldaten,
- keine dokumentierte Methodik.
Die Inhalte der Konkurrenz sollten nicht kopiert werden. Entscheidend ist, welche Nutzerfrage auf der eigenen Website noch nicht überzeugend beantwortet wird.
Wie erkennt man Quellenlücken?
Eine Quellenlücke besteht, wenn Wettbewerber durch externe Websites bestätigt werden, während die eigene Marke fast ausschließlich auf der eigenen Domain beschrieben wird.
Mögliche Quellenlücken:
- keine Fachmediennennungen,
- keine Partnerprofile,
- wenige Kundenreferenzen,
- keine Verbandsprofile,
- keine Fachbeiträge,
- keine Studien oder eigenen Daten,
- uneinheitliche Unternehmensinformationen.
Quellenlücken lassen sich nicht durch beliebige Verzeichniseinträge schließen. Der fachliche Zusammenhang ist wichtiger als die Menge.
Was unser eigenes GEO-Monitoring zeigt
Unser eigenes Monitoring-System verfolgt vollständige Antworten, Quellen, Marken und Wettbewerber für definierte Prompts. Dabei zeigen sich wiederkehrende Muster.
Google-Wettbewerber und ChatGPT-Wettbewerber unterscheiden sich
Gute Google-Rankings können die Auffindbarkeit unterstützen. Die tatsächliche Auswahl innerhalb einer ChatGPT-Antwort kann dennoch anders ausfallen.
Ein Wettbewerber kann beispielsweise über externe Quellen stark präsent sein, obwohl seine eigene Website bei Google schwächer sichtbar ist.
Große Marken dominieren allgemeine Prompts
Breite Fragen führen häufig zu bekannten Unternehmen.
Erst durch die Ergänzung von Branche, Anwendungsfall, Unternehmensgröße oder technischer Anforderung entstehen realistischere Nischenvergleiche.
Empfehlung und Erwähnung sind nicht identisch
Ein Anbieter kann in einer langen Aufzählung vorkommen, ohne eine hervorgehobene Empfehlung zu erhalten.
Deshalb speichern wir nicht nur die Markennennung, sondern auch den Antwortkontext und die Position.
Quellen erklären mehr als der Gesamtwert
Ein sinkender Share of Voice zeigt, dass sich die Wettbewerbsverhältnisse verändern.
Er erklärt jedoch nicht die Ursache. Erst die Analyse der verwendeten Quellen und Seiten zeigt mögliche Ansatzpunkte.
Wettbewerber können falsch dargestellt werden
Eine häufige Nennung ist nicht automatisch vorteilhaft. ChatGPT kann Unternehmen mit veralteten Leistungen, falschen Zielgruppen oder unzutreffenden Eigenschaften verbinden.
Die fachliche Korrektheit muss deshalb immer Teil der Analyse sein.
Wettbewerberanalyse für B2B-Unternehmen
B2B-Entscheidungen umfassen häufig mehrere Rollen und Phasen.
Ein geeignetes Prompt-Set sollte daher Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven enthalten.
Geschäftsführung
- Welche Anbieter eignen sich für ein mittelständisches Unternehmen?
- Welche Lösung bietet ein gutes Verhältnis aus Aufwand und Nutzen?
- Welche Dienstleister besitzen nachvollziehbare Erfahrung?
Marketing
- Welche Agenturen messen ChatGPT-Sichtbarkeit?
- Welche Anbieter verbinden SEO und GEO?
- Welche Tools bieten Wettbewerbs- und Quellenanalysen?
Vertrieb
- Welche Anbieter werden bei konkreten Lösungsfragen genannt?
- Mit welchen Stärken werden Wettbewerber verbunden?
- Welche Unternehmen erscheinen bei Branchensuchen?
Einkauf
- Welche Anbieter erfüllen bestimmte Leistungsanforderungen?
- Wie unterscheiden sich Leistungsumfang und Betreuung?
- Welche Unternehmen kommen für eine Ausschreibung infrage?
Die Ergebnisse sollten nach Rolle und Entscheidungsphase getrennt ausgewertet werden.
Wettbewerberanalyse für Industrieunternehmen
In der Industrie entstehen realistische Wettbewerbsfelder erst durch technische Präzision.
Geeignete Prompts enthalten beispielsweise:
- Werkstoffe,
- Fertigungsverfahren,
- Normen,
- Belastungen,
- Temperaturbereiche,
- Abmessungen,
- Branchen,
- Lieferregionen,
- Zertifizierungen,
- Zeichnungsfertigung.
Beispiele:
- Welche Hersteller fertigen Rohrhalter nach Zeichnung?
- Welche Anbieter verarbeiten Hochleistungskunststoffe für den Maschinenbau?
- Welche Unternehmen liefern Bauteile für hohe Temperaturen?
- Welche Hersteller eignen sich für kundenspezifische Kleinserien?
Die Auswertung sollte neben den genannten Marken auch berücksichtigen:
- Welche technischen Eigenschaften werden zugeordnet?
- Welche Quellen belegen die Aussage?
- Sind die Angaben tatsächlich korrekt?
- Welche Anbieter werden bei spezifischen Anforderungen ausgeschlossen?
Welche Rolle spielen Sprache und Region?
Internationale Unternehmen sollten ihre Wettbewerber nicht ausschließlich mit deutschen oder englischen Prompts analysieren.
Sprache und geografischer Kontext können beeinflussen:
- welche Quellen gefunden werden,
- welche Marken bekannt sind,
- welche regionalen Anbieter erscheinen,
- wie Leistungen beschrieben werden,
- welche Standorte berücksichtigt werden.
Ein sinnvoller Vergleich verwendet daher getrennte Prompt-Sets für:
- Länder,
- Sprachen,
- regionale Märkte,
- internationale und lokale Anbieterfragen.
Die Ergebnisse sollten nicht in einem einzigen Gesamtwert zusammengeführt werden, wenn die Märkte unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen besitzen.
Welche Tools unterstützen die Wettbewerbsanalyse?
Viele aktuelle GEO-Tools erfassen:
- Markennennungen,
- Wettbewerber,
- Share of Voice,
- Quellen,
- historische Entwicklungen,
- durchschnittliche Positionen,
- Sentiment.
Der Beitrag GEO-Tools im Vergleich ordnet unterschiedliche Lösungen nach Einsatzzweck ein.
Unser eigenes AI Visibility Tool speichert vollständige Antworten, Quellenlinks, Markennennungen und Wettbewerber je Prompt und Plattform. Dadurch lässt sich eine Nennung nicht nur zählen, sondern fachlich im Kontext prüfen.
Wie häufig sollte die Analyse wiederholt werden?
Eine Wettbewerbsanalyse sollte aus mehreren Messarten bestehen.
Ausgangsanalyse
Vor der Umsetzung neuer Maßnahmen werden Wettbewerber, Quellen und Prompt-Cluster erfasst.
Eine GEO-Analyse schafft dafür die Ausgangsbasis.
Regelmäßiges Monitoring
Für die strategische Entwicklung ist eine monatliche Auswertung häufig ausreichend.
Die technische Abfrage kann häufiger erfolgen. Die fachliche Interpretation sollte sich jedoch auf stabile Trends und relevante Veränderungen konzentrieren.
Ereignisbezogene Prüfung
Zusätzliche Analysen sind sinnvoll:
- nach einem Relaunch,
- nach neuen Leistungsseiten,
- nach größeren Fachveröffentlichungen,
- beim Eintritt neuer Wettbewerber,
- bei Veränderungen des Angebots,
- bei neuen Zielmärkten oder Sprachen.
Ein GEO-Monitoring dokumentiert die Wettbewerbsentwicklung über feste Prompts und wiederkehrende Messpunkte.
Welche Maßnahmen lassen sich aus der Analyse ableiten?
Eine Wettbewerbsanalyse ist erst dann wertvoll, wenn aus den Ergebnissen konkrete Maßnahmen entstehen.
Positionierung präzisieren
Leistungen, Zielgruppen und Spezialisierungen müssen eindeutig beschrieben werden.
Leistungsseiten ausbauen
Fehlende Angaben zu Ablauf, Umfang, Kosten und Ergebnissen sollten ergänzt werden.
Themenlücken schließen
Relevante Informations-, Vergleichs- und Entscheidungsfragen werden durch passende Inhalte abgedeckt.
Originalinformationen veröffentlichen
Eigene Daten, Messungen, Erfahrungen, Fallbeispiele oder Studien schaffen eine eigenständige Quellenbasis.
Externe Fachquellen stärken
Relevante Medien, Partner, Verbände und Kunden können die Positionierung unabhängig bestätigen.
Falsche Informationen korrigieren
Veraltete oder widersprüchliche Angaben auf der eigenen Website und externen Profilen sollten bereinigt werden.
Prompt-Cluster priorisieren
Maßnahmen sollten sich zunächst auf Prompts mit hoher wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung konzentrieren.
Eine GEO-Strategie verbindet diese Erkenntnisse zu einem priorisierten Maßnahmenplan.
Wettbewerberdaten sind nur wertvoll, wenn die Ursachen verstanden werden
Ein Share of Voice zeigt, wie stark ein Unternehmen im Vergleich zu beobachteten Wettbewerbern vorkommt. Er erklärt nicht automatisch, warum diese Verteilung entsteht.
Eine belastbare ChatGPT-Wettbewerbsanalyse verbindet deshalb:
- relevante und neutrale Prompts,
- wiederholte Messungen,
- vollständige Antworten,
- Markennennungen,
- Positionierung,
- Quellen und konkrete URLs,
- wirtschaftliche Gewichtung,
- fachliche Ursachenanalyse.
Als spezialisierte GEO Agentur für B2B und Industrie betrachten wir Wettbewerber nicht nur als andere Unternehmen mit einem ähnlichen Angebot.
In generativen Antworten konkurrieren alle Marken und Quellen, die dieselbe Informations- oder Entscheidungssituation besetzen. Erst wenn diese tatsächlichen Wettbewerbsfelder sichtbar sind, lassen sich sinnvolle Maßnahmen ableiten.